
Zwiebelblumen verleihen dem Garten ein zauberhaftes Flair, vor allem im Frühjahr, gleich nachdem der Schnee geschmolzen ist. Dann recken Schneeglöckchen, Märzenbecher, Blaustern, Traubenhyazinthe, Tulpe und Narzisse ihre Köpfe in die wärmende Sonne.
Im Sommer kommt die Zeit der prachtvollen und exotischen Blüten: Lilien, Begonien und eine genauso grenzenlose wie faszinierende Vielfalt an Dahlien lassen keinen Gärtnerwunsch offen. Da die meisten Sommerzwiebeln nicht winterhart sind, werden sie ab Ende April gepflanzt, wenn sich der Boden schon etwas erwärmt hat, und im Herbst zum Überwintern wieder ausgegraben.
Sogar im Herbst lassen sich noch Zwiebel- und Knollenpflanzen bewundern. Die Herbstzeitlose zum Beispiel. Wenige Wochen nach der Pflanzung im August erscheinen die puren Blüten aus der Knolle - Blätter bildet die Pflanze erst im darauf folgenden Frühjahr. Und auch Krokus-Liebhaber müssen nicht auf ihre Lieblinge verzichten. Herbstkrokusse fühlen sich vor allem im Steingarten wohl. Die Staubfäden des Safrankrokus können sogar zum Kochen verwendet werden.
Der Glücksklee ist übrigens auch eine winterharte Zwiebelpflanze. Wer ihn im späten Frühjahr oder Sommer pflanzt, wird bald darauf nicht nur mit jeder Menge vierblättrigem Klee, sondern auch mit charmanten rosa Blüten belohnt.
Blumenzwiebeln schaffen Blütenakzente für den Garten im zeitigen Frühjahr. Um attraktive Farbtupfer zu schaffen, werden sie am besten in Gruppen in Sichtweite des Hauses gepflanzt. Einfarbige Blumennester sind genauso möglich wie bunte Mischungen ? hier entscheidet allein Ihr Geschmack. Modisch ist es, langstielige Tulpen und Lauchsorten mit Buchsbaum, Funkie und anderen immergrünen Pflanzen zu kombinieren.
So erkennen Sie Qualitätszwiebeln: Auf der Verpackung ist die Zwiebelgröße aufgedruckt (z.B. 12+). Diese Zahlen geben den Umfang der Zwiebeln an. Je größer die Zwiebel, umso mehr Nährstoffreserven besitzt sie, umso größer werden die Blüten. Gute Zwiebeln sind unversehrt, prall und recht schwer. Nach dem kauf die Zwiebeln so schnell wie möglich einpflanzen, damit sie nicht austrocknen. Die Pflanzzeit für Frühlingsblüher erstreckt sich von August bis Ende Dezember.
Standort:
Am besten eignet sich eine Stelle, an der sich der Boden im Frühling schnell erwärmt. Die meisten Zwiebeln gedeihen in jedem normalen Gartenboden.
Bodenvorbereitung:
Erde lockern und die Wasserdurchlässigkeit schwerer Böden mit Sand oder Gartenerde verbessern.
Pflanzen:
Blumenzwiebeln mit der Spitze nach oben in die Erde legen. Kleine Zwiebeln sanft in den weichen Boden drücken. Die Pflanzlöcher für größere Zwiebeln können mit dem Blumenzwiebelpflanzer ausgehoben werden. Die Pflanztiefe hängt von der Zwiebelgröße ab. Sie sollte das zwei- bis dreifache des Zwiebeldurchmessers betragen. Anschließend das Loch mit Erde überdecken.
Je nach Witterung und gepflanzten Arten kann ab Februar mit den ersten Blüten gerechnet werden. Eine jährliche Düngung mit Universal-Gartendünger im März sorgt für ein kräftiges Wachstum und dafür, dass die Blumenzwie-beln, die im Boden bleiben, rechtzeitig Nährstoffe für den optimalen Austrieb im nächsten Jahr speichern können. Verblühtes regelmäßig entfernen, damit die Pflanze ihre ganze Energie für das nächste Jahr in der Zwiebel sammeln kann. Das Laub erst abschneiden, wenn es beginnt zu vergilben.